Der Toller ist grundsätzlich ein robuster und unempfindlicher Hund. Seine Lebenserwartung liegt bei 10 bis 14 Jahren. Er kann aber auch 16 Jahre oder älter werden.

Das grösste Risiko ist – wie auch bei allen anderen Hunderassen  – dass er an Krebs erkrankt und deswegen frühzeitig stirbt.

Für jeden Interessenten ist es trotzdem sehr sinnvoll sich mit den möglichen Erbkrankheiten zu beschäftigen die einen Toller betreffen kann.

Insbesondere wir im Augenblick öfters über SRMA und Chondrodystrophie gesprochen.

Die SRMA (Steroid-Responsive Meningitis-Arteriitis) – auch als Beagle Pain Syndrom bekannt – ist eine steril-eitrige Entzündung der Rückenmarkshäute (Meningitis) und Blutgefäße (Arteriitis), und gehört vermutlich zu den Autoimmunerkrankungen. Die Symptome sind plötzlich auftretendes, hohes Fieber, starre Kopfhaltung und steifer Gang und die Hunde lassen sich oft ungern anfassen und wirken apathisch. SRMA tritt meist in jungen Jahren (bis vielleicht dem 2. Lebensjahr auf) und lässt sich gut behandeln. Bei Verdacht sollte man jedoch einen Tierarzt darauf ansprechen, da vor der Behandlung mit Cortison eine Liquoruntersuchung gemacht werden sollte.

Die Chondrodystrophie (CDDY) ist eine Mutation vieler Hunderassen, die zu einem höheren Risiko an einem Bandscheibenvorfall – IVDD (intervertebral disc disease) Hansen Typ I zu erkranken führt.

Die wichtigsten aktuellen Erkenntnisse zu CDDY sind in meinen Augen:
– Ursache ist ein zusätzliches (mutiertes) FGF4 Gen auf Chromosom 12. Normalerweise befindet sich das FGF4 Gen auf Chromosom 18.
– Die Verbreitung in der Tollerpopulation ist sehr hoch (Allelfrequenz bei 30-40%)
– Die Mutation verhält sich co-dominant für die Länge der Knochen (ein Allel (heterozygot) bedeutet eine Verkürzung der langen Röhrenknochen, zwei Allele (homozygot) eine deutlichere Verkürzung der langen Röhrenknochen)
– Die Mutation verhält sich dominant für Hansen Typ 1 Bandscheibenvorfälle (IVDD Hansen Type I), da das FGF4 Gen zu einer juvenilen Degeneration und somit Verhärtung des Gallertkern der Bandscheibe führt. Im Augenblick sieht es danach aus, dass ein betroffener Hund (egal ob hetero- oder homozygot) mit einer Wahrscheinlichkeit von 1-10% erkrankt (Penetranz). Das Durchschnittsalter lag bei den von ihnen untersuchten Fällen bei 6 Jahren und ist damit auch statistisch deutlich niedriger als bei einer Vergleichsgruppe mit Bandscheibenvorfällen ohne CDDY (8.25 Jahre)
– Da so viele Hunde das Allel in sich tragen, ist es nicht sinnvoll, diese ab sofort nicht mehr für die Zucht zu berücksichtigen. Dies würde den Genpool der Population viel zu drastisch einschränken.
Vielmehr macht es Sinn, den Genpool möglichst gross zu halten, d.h. mehr Hunde zur Zucht zu benutzen, einzelne Hunde (insbesondere Rüden («Popular Sires»)) nicht zu oft einzusetzen und nur langsam die Allelfrequenz von CDDY zu reduzieren.

Weitere Erkrankungen sind (Referenz: Aus der DRC Clubzeitschrift 06/07 2016 von Teresa Schwarzmaier):

PRA (= Progressive Retinaatrophie)
Kurzinfo: PRA ist eine Erkrankung des Auges. Sie bezeichnet eine Gruppe von erblich bedingten Netzhauterkrankungen. Bei betroffenen Hunden degeneriert mit zunehmendem Alter die Netzhaut. Der Hund bekommt zunächst Probleme mit dem Sehen in der Dämmerung und Dunkelheit, später kommt es zur vollständigen Erblindung. Meist tritt die Krankheit mit ca. 5 Jahren auf.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv
Tests: Für PRA gibt es einen Gentest. Anbieter ist die Firma Optigen. Die Einsendung ist direkt an Optigen oder über Generatio möglich. PRA wird außerdem bei der Augenuntersuchung durch einen Tierarzt des DOK (Dortmunder Ophtalmologischer Kreis) untersucht, da der Gentest nicht alle Formen der PRA abdeckt.
Auflagen: Zuchthunde müssen auf PRA getestet sein, sofern nicht beide Elterntiere bereits frei getestet sind. Hunde mit PRA B oder PRA C dürfen nur mit Hunden verpaart werden, die PRA A getestet sind. Außerdem ist eine gültige Augenuntersuchung für Zuchthunde beim Deckakt verpflichtend. Die Augenuntersuchung ist jeweils 24 Monate gültig und muss dann wiederholt werden.

CEA (= Collie eye anomalie) oder CH (choroidale Hypoplasie)
Kurzinfo: CEA ist eine Erkrankung des Auges. Dabei kommt es zu Gefäßmissbildungen im Auge und in schweren Fällen auch zu sog. Kolobomen, also Ausbuchtungen der Netzhaut im Bereich des Sehnervkopfes. Die Krankheitsausprägung variiert von klinisch kaum feststellbaren Fällen bis hin zu völliger Erblindung. Ein für die Krankheit verantwortliches Gen wurde identifiziert, dieses ist jedoch nicht alleiniger Auslöser der CEA. Die Krankheit tritt überwiegend bei Collie-Rassen auf. Beim Toller wurde das krankmachende Gen festgestellt, klinisch erkrankte Hunde sind jedoch selten.
Erbgang: Das identifizierte Gen wird monogen autosomal rezessiv vererbt. Weitere Faktoren spielen jedoch eine Rolle bei der Entstehung der CEA.
Tests: Für CEA gibt es einen Gentest. Anbieter ist die Firma Optigen. Die Einsendung ist direkt an Optigen oder über Generatio möglich.
Auflagen: Keine

HC (=Hereditärer Katarakt)
Kurzinfo: HC ist eine Erkrankung des Auges. Dabei kommt es zu Trübungen der Linse, die von kleinen kaum bemerkbaren Punkten bis hin zu einer vollständigen Trübung und damit zur Erblindung des Hundes reichen können.
Erbgang: Unbekannt, eine Erblichkeit wird angenommen.
Tests: Ein Gentest ist nicht vorhanden. HC wird bei der Augenuntersuchung durch einen Tierarzt des DOK (Dortmunder Ophtalmologischer Kreis) untersucht.
Auflagen: Eine gültige Augenuntersuchung ist für Zuchthunde beim Deckakt verpflichtend.  Die Augenuntersuchung ist jeweils 24 Monate gültig und muss dann wiederholt werden. Hunde mit der Form „postpolarer Katarakt“ sind von der Zucht ausgeschlossen. Hunde mit anderen Kataraktformen dürfen nur mit Hunden verpaart werden, die frei von Katarakt sind.

RD (=Retinadystrophie)
Kurzinfo: RD ist eine Erkrankung des Auges. Dabei kommt es zu einer Fehlentwicklung der Netzhaut. Die Erkrankung kann von einzelnen Falten oder Rosetten bis hin zu Netzhautablösungen variieren.
Erbgang: Unbekannt, eine Erblichkeit wird angenommen.
Tests: Ein Gentest ist nicht vorhanden.
Auflagen: Eine gültige Augenuntersuchung ist für Zuchthunde beim Deckakt verpflichtend. Die Augenuntersuchung ist jeweils 24 Monate gültig und muss dann wiederholt werden. Hunde mit der Form „totale Retinadysplasie“ sind von der Zucht ausgeschlossen. Hunde mit anderen Retinadysplasieformen dürfen nur mit Hunden verpaart werden, die frei von RD sind.

HD (= Hüftgelenksdysplasie)
Kurzinfo: Unter HD wird eine Fehlbildung des Hüftgelenks verstanden. Die beiden beteiligten Knochen (Becken und Oberschenkel) passen dabei nicht optimal zusammen, oft ist die Gelenkpfanne zu flach ausgebildet. Durch diese Fehlbildung des Gelenks kommt es zu Arthrosen, Schmerzen und Lahmheiten.  Die Entstehung der HD ist nicht abschließend geklärt. Neben der Genetik haben auch Belastung und Ernährung im ersten Lebensjahr leichten Einfluss auf die HD. Die HD entwickelt sich in den ersten 15 Lebensmonaten eines Hundes. Später verändert sich nur noch der Grad der Arthrosen, die aufgrund der Fehlstellung gebildet werden.
Erbgang: Polygener Erbgang mit vermutlich über 20 beteiligten Genen. Es sind noch nicht alle beteiligten Gene identifiziert.
Tests: Ein Gentest steht nicht zur Verfügung. HD wird über eine Röntgenaufnahme diagnostiziert. Dies ist ab einem Alter von 12 Monaten möglich. Die Röntgenaufnahme kann von jedem Tierarzt gemacht werden, die Auswertung muss beim offiziellen Gutachter (z.Zt. Prof. Meyer-Lindenberg in München) erfolgen. Ein weiteres Verfahren ist das sog. PennHIP®. Dabei wird der Hund schon im Alter von ca. 16 Wochen geröntgt. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass man bei HD-betroffenen Welpen schon in der Wachstumsphase chirurgisch korrigieren kann. Die PennHIP-Auswertung ist im DRC jedoch nicht als offizielles Röntgen anerkannt. Neben der Auswertung des Zuchthundes selbst wird im DRC auch eine Zuchtwertschätzung in Bezug auf HD durchgeführt. In den Zuchtwert (ZW) fließen neben dem Ergebnis des Hundes auch die Ergebnisse von Eltern, Geschwistern und Nachkommen ein. Aufgrund des polygenen Erbgangs gibt der Zuchtwert genauere Auskunft über die Wahrscheinlichkeit, dass der Hund HD vererbt, als das Einzelergebnis des Zuchthundes.
Mögliche Ergebnisse: HD A = Frei. HD B = Übergangsform, HD C= leichte HD, HD D = mittlere HD, HD E = schwere HD
Ein ZW über 100 lässt dabei eine höhere Wahrscheinlichkeit für die Vererbung von HD annehmen, ein ZW unter 100 dagegen eine geringe Wahrscheinlichkeit für die Vererbung von HD im Vergleich zum Rassedurchschnitt. Problematisch ist, dass der ZW nur bei einer Röntgenquote von ca. 70 % aussagekräftig wird. Dies ist teilweise nicht der Fall. Ein ZW, der auf sehr wenigen öntgenergebnissen basiert, kann das Ergebnis massiv verfälschen.
Auflagen: Im DRC ist die Untersuchung eines Zuchthundes auf HD vorgeschrieben. Mit HD A und HD B kann uneingeschränkt gezüchtet werden, Hunde mit HD C erhalten die Auflage, dass der Deckpartner HD A oder HD B haben muss. Hunde mit HD D oder HD E sind nicht zuchttauglich. Im DRC gibt es bezüglich des HD ZW keine Auflagen für den Zuchthund, es kann also mit jedem HD ZW gezüchtet werden.

ED (=Ellenbogengelenksdysplasie)
Kurzinfo: ED ist eine Bezeichnung, die mehrere Veränderungen des Ellenbogens unter einem Oberbegriff zusammenfasst. Zur ED gehören folgende Erkrankungen: – Isolierter Processus anconaeus (IPA), Fragmentierter Processus coronoideus medialis (FPC), Osteochondrosis dissecans der inneren Gelenkwalze des Oberarms (OCD), Stufenbildung zwischen Elle und Speiche, Fehlbildungen der Gelenkflächen.
Durch diese Fehlbildungen des Gelenks kommt es zu Arthrosen, Schmerzen und Lahmheiten. Die Ursachen für ED sind nicht vollständig geklärt, es scheint eine genetische Ursache zu geben, doch auch Belastung und Ernährung im ersten Lebensjahr können die ED begünstigen.
Erbgang: Polygener Erbgang. Es sind noch nicht alle beteiligten Gene identifiziert.
Tests: Ein Gentest steht nicht zur Verfügung. Die ED wird im Röntgenbild diagnostiziert. Der Hund muss dazu mindestens 12 Monate alt sein. Röntgen darf jeder Tierarzt, die Auswertung muss über den offiziellen Gutachter (z.Zt. Prof. Meyer-Lindenberg in München) erfolgen.
Mögliche Ergebnisse: ED 0 = Frei, ED Grenzfall = geringe Zubildungen unklarer Ursache. ED I = leichte ED, ED II = mittlere ED, ED III = schwere ED
Auflagen: Zuchthunde müssen im DRC auf ED untersucht sein. Mit ED 0 und ED Grenzfall kann dabei ohne Auflage gezüchtet werden, Hunde mit ED Grad 1 können nur mit Hunden, deren Ergebnis ED 0 oder ED Grenzfall lautet, verpaart werden. ED Grad 2 und ED Grad 3 sind nicht zuchttauglich.

JADD (juvenile Addison disease)
Kurzinfo: JADD ist eine Erkrankung der Nebennierenrinde, die zu einem Mangel an verschiedenen Hormonen (Mineralocorticoide und Glukocorticoide) führt. JADD tritt innerhalb des ersten Lebensjahres auf und ist nicht mit der später auftretenden Erkrankung „Morbus Addison“ zu verwechseln. JADD führt zu Schwäche, schneller Ermüdbarkeit, Schwindel und niedrigem Blutdruck. Ein für die Krankheit verantwortliches Gen wurde identifiziert, allerdings spielen neben diesem Gen weitere, nicht bekannte, Faktoren eine Rolle bei der Entwicklung der Krankheit.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiver Erbgang mit unvollständiger Penetranz (ca. 75%)
Tests: Die OFA (orthopedic foundation for animals) bietet einen Gentest für das identifizierte Gen an. Die Einsendung der Probe erfolgt direkt an die OFA.
Auflagen: Keine

DE (=Degenerative Enzephalopathie)
Kurzinfo: DE ist eine erst kürzlich beim Toller entdeckte Erkrankung. Betroffene Hunde zeigen im Welpenalter zunächst Unsicherheiten und Konzentrationsschwierigkeiten. Mit zunehmendem Alter kommt es zu Koordinationsproblemen und auffallenden Schwierigkeiten beim Schwimmen. Im Erwachsenenalter zeigen die Hunde Schwierigkeiten beim Springen, einen steifen Gang, exzessive Bewegungen im Schlaf und lassen sich dabei nur schwer wecken und zuletzt kommt es zu schweren Aggressionen.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv. Ob eine vollständige oder unvollständige Penetranz vorliegt ist noch nicht abschließend geklärt.
Tests: Die OFA (orthopedic foundation for animals) bietet einen Gentest an. Die Einsendung der Probe erfolgt direkt an die OFA.
Auflagen: Keine

CP1 (= Cleft palate 1)
Kurzinfo: CP1 ist eine Genmutation, die zum Auftreten von Gaumenspalten führt. Gaumenspalten haben zur Folge, dass der Welpe nicht oder nur schlecht saugen kann. Häufig können die Gaumenspalten chirurgisch geschlossen werden, in schweren Fällen müssen die betroffenen Welpen euthanasiert werden. Neben CP1 gibt es jedoch zahlreiche andere Faktoren, die zu Gaumenspalten führen können. Der Gentest schließt somit nur CP1 aus, alle anderen Formen der Gaumenspalte kann auch ein frei getesteter Hund haben bzw. vererben!
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv
Tests: Die OFA (orthopedic foundation for animals) bietet einen Gentest für das identifizierte Gen an. Die Einsendung der Probe erfolgt direkt an die OFA
Auflagen: Keine

CLPS (= cleft lip/palate and syndactyly)
Kurzinfo: CLPS ist eine von vielen Ursachen, die zum Auftreten von Gaumenspalten und/oder Lippenspalten führen können. Zusätzlich kann es vorkommen, dass die beiden mittleren Zehen miteinander verbunden sind (Syndaktylie). Gaumenspalten haben zur Folge, dass der Welpe nicht oder nur schlecht saugen kann. Häufig können die Gaumenspalten chirurgisch geschlossen werden, in schweren Fällen müssen die betroffenen Welpen euthanasiert werden. Gaumenspalten haben vielfältige Ursachen, eine davon ist die Genmutation CLPS. Der Gentest schließt somit nur CLPS aus, alle anderen Formen der Gaumenspalte kann auch ein frei getesteter Hund haben bzw. vererben!
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv
Tests: Die OFA (orthopedic foundation for animals) bietet einen Gentest für das identifizierte Gen an. Die Einsendung der Probe erfolgt direkt an die OFA.
Auflagen: Keine

DM (=Degenerative Myelopathie)
Kurzinfo: DM ist eine Erkrankung der Muskulatur. Im Alter von ca. 5-9 Jahren zeigen betroffene Hunde eine Schwäche der Hintergliedmaßen, die durch eine reduzierte Empfindlichkeit in der Reizwahrnehmung beim Aufsetzen ausgelöst wird. Im Verlauf der Krankheit kommt es zu Störungen der Reflexe und schließlich auch zu Symptomen an der Vorhand. Eine allgemeine Bewegungslosigkeit kann eintreten. Als Ursache wurde ein Risikogen identifiziert. Neben diesem Risikogen müssen jedoch weitere Faktoren für das Auftreten der Erkrankung verantwortlich sein. Von den erkrankten Hunden wiesen nur 96 % das identifizierte Risikogen auf. Von Hunden, bei denen das Risikogen auf beiden Allelen festgestellt wurde, erkranken lediglich 5-6%.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv mit unvollständiger Penetranz
Tests: Laboklin bietet einen Gentest auf das Risikogen an. Die Probe kann direkt an Laboklin oder über Generatio eingesandt werden.
Auflagen: Keine

MH (=Maligne Hyperthermie)
Kurzinfo: Bei MH kommt es nach einem Auslöser (Narkotika, Muskelrelaxantien, starke Kraftanstrengung oder Hitzestress) zum Absinken des Blutdruckes und einer Erhöhung der Herzfrequenz. Ohne Gegenmaßnahmen fällt der Blutdruck immer weiter ab, die Herzfrequenz wird unregelmäßig und setzt irgendwann ganz aus, so dass es zum Tod des Tieres kommt. MH tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1 : 15.000 in der Hundepopulation auf. Eine besondere Häufung beim Toller ist nicht bekannt.
Erbgang: Monogen autosomal dominant
Tests: Generatio und Laboklin bieten einen Gentest für MH an.
Auflagen: Keine

SLC (Hyperuricosurie und Hyperurikämie)
Kurzinfo: SLC wird durch eine Mutation am SLC2A9-Gen verursacht. Durch die Mutation kommt es zu einer Störung des Purinstoffwechsels, so dass die Hunde statt dem normalen Endsubstrat Allantoin auch größere Mengen Harnsäure bilden. Der Gehalt an Harnsäure ist daher im Urin und im Blut erhöht. Harnsäure ist weniger gut wasserlöslich als Allantoin, so dass Kristalle entstehen und es als Folge davon zu Blasensteinen kommen kann. Die Krankheit wurde als „Dalmatiner-Defekt“ bekannt. Inzwischen wird der Gentest für alle Rassen angeboten. Eine Häufung beim Toller ist nicht bekannt.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv
Tests: Laboklin bietet einen Test an, die Einsendung der Probe erfolgt direkt an Laboklin.
Auflagen: Keine

DIL (=Dilution)
Kurzinfo: DIL ist eine Farbmutation, die zur Aufhellung der Fellfarbe führt. Beim Toller wird die Farbe als „Buff“ bezeichnet. Im Gegensatz zu anderen Rassen ist beim Toller keine erhöhte Neigung zu Hautkrankheiten bei dieser Farbe bekannt. Es handelt sich somit nur um einen Schönheitsfehler. Toller in der Farbe „Buff“ werden nicht zur Zucht zugelassen und erhalten auf Ausstellungen und beim Formwert eine entsprechende Abwertung.
Erbgang: Monogen autosomal rezessiv
Tests: Zahlreiche Labore wie Generatio, Laboklin und die OFA (orthopedic foundation for animals) bieten einen Gentest auf DIL an.
Auflagen: Für Hunde mit DIL D/d gibt es keine Auflagen. Hunde mit DIL d/d haben einen zuchtausschließenden Farbfehler und werden somit beim Formwert abgewertet, wodurch keine ZZL möglich ist.